Viele Eltern kennen die Szene: Das Tablet ist aus, die Spielkiste ist voll, und trotzdem fällt die Frage, was man denn jetzt spielen soll. Eine neue Umfrage von Playmobil beziffert den Wunsch dahinter. Drei Viertel der befragten Eltern in Deutschland würden ihr Kind demnach häufig lieber ohne digitale Medien kreativ spielen sehen. Die Antwort der Marke heißt Playmobil hi!, ein System, das Technik einsetzt, um das Spielen anzustoßen, nicht um es zu ersetzen.
Ein Rucksack, der spricht
Kern von Playmobil hi! ist ein kleiner Rucksack mit eingebautem Lautsprecher, der auf jede Playmobil-Figur passt. Magische Sticker starten per NFC-Technik unterschiedliche Audioinhalte in hoher Klangqualität. Kinder wählen zwischen vier Spielarten:
- Sounds: Geräuschkulissen und gesprochene Worte, die tiefer in die eigene Geschichte ziehen
- Spielideen: kurze Anstöße aus Sprache, Geräuschen und Erzählung, die dem Spiel eine neue Richtung geben
- Games: interaktive Abenteuer, in denen Kinder Entscheidungen treffen und den Verlauf mitbestimmen
- Geschichten: Hörspiele zum Zuhören und gemeinsamen Nachspielen

Was die Eltern in der Umfrage sagen
Die Zahlen stammen aus einer repräsentativen Online-Befragung zu den Potenzialen von digitalem Spielzeug, die Appinio im August 2026 unter 500 Eltern von Kindern zwischen 6 und 14 Jahren durchgeführt hat, quotiert nach Alter, Geschlecht und Bundesland. Für 90,9 Prozent ist ein Spielzeug attraktiv, wenn es Kinder immer wieder mit neuen Ideen überrascht und Lust aufs Weiterspielen macht. 80,8 Prozent wünschen sich gezielte Anregungen für mehr Spiel. Auf die Frage, was ein zeitgemäßes Spielzeug leisten soll, nannten 40,1 Prozent die Förderung der Kreativität durch freies Spiel und 36,8 Prozent, dass es die Fantasie immer wieder neu anregt.
Ein Entwicklungspsychologe über das Spiel
Playmobil zitiert Prof. Dr. habil. André Frank Zimpel, Professor für Lernen und Entwicklung an der Universität Hamburg und Leiter des Zentrums für Neurodiversitätsforschung (ZNDF) Hamburg/Eppendorf. Seine Beobachtung: Im Spiel sind Kinder „einen Kopf größer als im Alltag“. Sie geben Figuren neue Rollen und Dingen neue Bedeutungen. Digitale Klänge und Sprachimpulse können dabei den ersten Anstoß geben, die Grenze zieht er aber klar: „Welche Welten daraus entstehen, entscheidet das Kind.“

Welten und Preise
Playmobil hi! ist seit Anfang Oktober 2026 online und im Handel erhältlich, und zwar für vier Spielwelten: Piraten, Polizei, Zoo und Reiterhof. Es gibt vier Einstiege. Das Ready-to-Play-Set enthält alles, um direkt loszuspielen, und kostet ab 179,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung). Das Activation Set kombiniert Rucksack und magische Sticker für 89,99 Euro. Der interaktive Audio-Rucksack allein kostet 69,99 Euro, zusätzliche magische Sticker 19,99 Euro.

Über Playmobil
Seit dem Marktstart 1974 hat Playmobil mehr als 3,8 Milliarden Figuren produziert. Die 7,5 Zentimeter großen Figuren stehen im Zentrum von über 40 Spielthemen, die in rund 100 Ländern erhältlich sind. Die Marke gehört zur Horst Brandstätter Gruppe mit Sitz in Zirndorf bei Nürnberg.
Unsere Einschätzung
Playmobil hi! tut nicht so, als wären Bildschirme der Feind. Die Technik wandert in die Figur, der Blick bleibt auf der Spielwelt, und die Geschichte bestimmt das Kind. Für Familien, die weniger Tabletzeit wollen und trotzdem ein wenig Zauber mögen, ist das eine Idee, die einen genaueren Blick lohnt.


